| fantasy_news ( @ 2007-01-31 14:31:00 |
Mercedes Lackeys Version der Kleinen Seejungfrau
Im März erweitert US-Vielschreiberin Mercedes Lackey (Heralds of Valdemar ff) ihre „Tales of the Five Hundred Kingdoms“ um eine dritte, die den Titel „Fortune’s Fool“ tragen wird.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Prinzessin Ekaterina, siebte Tochter des Meereskönigs, deren Magie es ihr erlaubt, sowohl in den Tiefen der See als auch an Land zu leben. Bei einem Spionageauftrag im „Trockenland“, zu dem sie ihr Vater beauftragt hat, verliebt sie sich dann in den Prinzen Sasha Pieterovich, einem Klangweber, der die Gabe hat, durch seine Musik Magie heraufzubeschwören.
Klingt nach „Die Kleine Meerjungfrau“? Richtig! Lackey schreibt auf ihrer Homepage, dass es sich bei „Fortune’s Fool“ um einen Hybrid aus dieser Geschichte und dem Volksmärchen „Östlich der Sonne, westlich des Mondes“ handelt – natürlich noch in Form gebracht und erweitert um Lackeys ganz eigene Sicht der Dinge und ins Reich der Fünfhundert Königreiche verfrachtet.
Schlussendlich geht es in ihren „Tales of the Five Hundred Kingdoms“ ja genau darum: Man nehme einen typischen Märchen- oder Sagenplot, würze ihn mit einer Priese Humor, Ironie und Sarkasmus und betrachte ihn aus einem anderen Blickwinkel.
So hat in dem ersten Band der Reihe (The Fairy Godmother) Cinderella (bzw. Elena) nicht den Prinzen bekommen – der bedauerlicherweise zum Zeitpunkt der Handlung noch ein Säugling war, wurde aber zu ihrer eigenen Überraschung Azubi einer Guten Patenfee und lernte, wie man den Kampf gegen die „Tradition“ führt – jener magischen Kraft, die heimlich im Hintergrund dafür sorgt, dass sich bestimmte Märchenelemente wieder und wieder wiederholen (zum Guten wie zum Schlechten).
Im zweiten Band (One Good Knight) bekam es Prinzessin Andromeda, belesene, aber kurzsichtige Tochter der wunderschönen Königin Cassiopeia von Acadia, mit einem leibhaftigen Drachen zu tun – und mit einem jungfräulichen Helden, der eine ganz eigene Vorstellung von „Heldentum“ hat.
Deshalb nimmt auch „Fortune’s Fool“ Wendungen, die man aus dem Andersen-Märchen nicht kennt: Lackey lässt einen Jinn auftauchen, der die Heldin entführt, was diese allerdings nicht so einfach auf sich sitzen lässt...
Ich selbst habe Band eins der Fünfhundert Königreiche gelesen und stecke gerade mitten in Band 2. Mercedes Lackey ist eine Vielschreiberin, die jedes Jahr gleich mehrere Romane veröffentlicht, und diesem Ruf wird sie auch gerecht. Ihre Romane sind nicht unoriginell – im Gegenteil - und auch nicht schlecht geschrieben, aber man merkt ihren Fantasy-Welten an, dass sie relativ schnell zusammengeschustert wurden. Detaillierte Hintergründe, akribisch ausgearbeitete Welten, Historien oder Magiesysteme findet man bei ihr (zumindest in dieser Reihe) nicht. Lackey schafft nette Unterhaltung für Zwischendurch – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und wenn sie damit zufrieden ist, bin ich es allemal. Ich weiß ja, auf was ich mich einlasse. Und immerhin sind Lackeys Versionen typischer Märchenelemente doch recht erfrischend.
Insofern werde ich warten, bis „Fortune’s Fool“ im Taschenbuch erscheint, und mich dann darauf einlassen – jedenfalls, wenn mich „One Good Knight“ nicht doch noch trotz niedrig angesetzten Erwartungen tief enttäuscht.
Die Autorin hat übrigens neben ihren zahlreichen anderen Fantasy-Romanen auch außerhalb ihrer „Fivehundred Kingdoms“-Reihe bereits ihre Version von Märchen erzählt.
Als Stand-Alone-Novels sind bislang unter anderem erschienen: The Black Swan [Schwanensee aus Sicht von Rotbarts Tochter Odile] und The Fire Rose [das Märchen vom Feuervogel bzw. Goldenen Vogel]
und ihre Elemental Masters-Reihe, in der sie Märchenplots in das Setting des viktorianischen Englands (und seiner Kolonien) versetzt: Dornröschen (Gates of Sleep), Aschenputtel (Phoenix and Ashes - mit dem Ersten Weltkrieg als Hintergrund), die Schneekönigin (Wizard of London) u.s.w.
Quellen: mercedeslackey.com und amazon.com
Im März erweitert US-Vielschreiberin Mercedes Lackey (Heralds of Valdemar ff) ihre „Tales of the Five Hundred Kingdoms“ um eine dritte, die den Titel „Fortune’s Fool“ tragen wird.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Prinzessin Ekaterina, siebte Tochter des Meereskönigs, deren Magie es ihr erlaubt, sowohl in den Tiefen der See als auch an Land zu leben. Bei einem Spionageauftrag im „Trockenland“, zu dem sie ihr Vater beauftragt hat, verliebt sie sich dann in den Prinzen Sasha Pieterovich, einem Klangweber, der die Gabe hat, durch seine Musik Magie heraufzubeschwören.
Klingt nach „Die Kleine Meerjungfrau“? Richtig! Lackey schreibt auf ihrer Homepage, dass es sich bei „Fortune’s Fool“ um einen Hybrid aus dieser Geschichte und dem Volksmärchen „Östlich der Sonne, westlich des Mondes“ handelt – natürlich noch in Form gebracht und erweitert um Lackeys ganz eigene Sicht der Dinge und ins Reich der Fünfhundert Königreiche verfrachtet.
Schlussendlich geht es in ihren „Tales of the Five Hundred Kingdoms“ ja genau darum: Man nehme einen typischen Märchen- oder Sagenplot, würze ihn mit einer Priese Humor, Ironie und Sarkasmus und betrachte ihn aus einem anderen Blickwinkel.
So hat in dem ersten Band der Reihe (The Fairy Godmother) Cinderella (bzw. Elena) nicht den Prinzen bekommen – der bedauerlicherweise zum Zeitpunkt der Handlung noch ein Säugling war, wurde aber zu ihrer eigenen Überraschung Azubi einer Guten Patenfee und lernte, wie man den Kampf gegen die „Tradition“ führt – jener magischen Kraft, die heimlich im Hintergrund dafür sorgt, dass sich bestimmte Märchenelemente wieder und wieder wiederholen (zum Guten wie zum Schlechten).
Im zweiten Band (One Good Knight) bekam es Prinzessin Andromeda, belesene, aber kurzsichtige Tochter der wunderschönen Königin Cassiopeia von Acadia, mit einem leibhaftigen Drachen zu tun – und mit einem jungfräulichen Helden, der eine ganz eigene Vorstellung von „Heldentum“ hat.
Deshalb nimmt auch „Fortune’s Fool“ Wendungen, die man aus dem Andersen-Märchen nicht kennt: Lackey lässt einen Jinn auftauchen, der die Heldin entführt, was diese allerdings nicht so einfach auf sich sitzen lässt...
Ich selbst habe Band eins der Fünfhundert Königreiche gelesen und stecke gerade mitten in Band 2. Mercedes Lackey ist eine Vielschreiberin, die jedes Jahr gleich mehrere Romane veröffentlicht, und diesem Ruf wird sie auch gerecht. Ihre Romane sind nicht unoriginell – im Gegenteil - und auch nicht schlecht geschrieben, aber man merkt ihren Fantasy-Welten an, dass sie relativ schnell zusammengeschustert wurden. Detaillierte Hintergründe, akribisch ausgearbeitete Welten, Historien oder Magiesysteme findet man bei ihr (zumindest in dieser Reihe) nicht. Lackey schafft nette Unterhaltung für Zwischendurch – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und wenn sie damit zufrieden ist, bin ich es allemal. Ich weiß ja, auf was ich mich einlasse. Und immerhin sind Lackeys Versionen typischer Märchenelemente doch recht erfrischend.
Insofern werde ich warten, bis „Fortune’s Fool“ im Taschenbuch erscheint, und mich dann darauf einlassen – jedenfalls, wenn mich „One Good Knight“ nicht doch noch trotz niedrig angesetzten Erwartungen tief enttäuscht.
Die Autorin hat übrigens neben ihren zahlreichen anderen Fantasy-Romanen auch außerhalb ihrer „Fivehundred Kingdoms“-Reihe bereits ihre Version von Märchen erzählt.
Als Stand-Alone-Novels sind bislang unter anderem erschienen: The Black Swan [Schwanensee aus Sicht von Rotbarts Tochter Odile] und The Fire Rose [das Märchen vom Feuervogel bzw. Goldenen Vogel]
und ihre Elemental Masters-Reihe, in der sie Märchenplots in das Setting des viktorianischen Englands (und seiner Kolonien) versetzt: Dornröschen (Gates of Sleep), Aschenputtel (Phoenix and Ashes - mit dem Ersten Weltkrieg als Hintergrund), die Schneekönigin (Wizard of London) u.s.w.
Quellen: mercedeslackey.com und amazon.com